Smartphone Society
Juli 9th, 2009 by Sascha received 5 Comments »Momentan ist ja die “Generation Upload” dank Vodafone Deutschland in aller (social media geek) Munde. Da kann man jetzt viel Gutes und wohl auch viel Schlechtes zu sagen. Nachdem das aber auch schon genug Leute gemacht haben, muss ich das nicht extra breit und lang ausführen sondern kann einfach meine persönliche Meinung in einem kurzen Satz darlegen: Die Kampagne an sich find ich nicht gut, dass sich irgendwelche “Blog-Ikonen” dafür hergeben schwach und die PK war traurig – ABER die Tatsache, dass Vodafone den Schritt in diese (richtige) Richtung macht finde ich äußerst respektable und anerkennenswert! Hätte Vodafone jemanden an der Seite gehabt, der sich damit auskennt (ähm *hust* ich kenn da vielleicht jemanden… ;-) ), hätte man sich natürlich viel Häme sparen können. Aber so ist das ganze eben learning by doing. Trial & Error. Kennen wir ja alle irgendwoher. Bleibt zu hoffen dass das Feedback aus der Community aufgenommen und umgesetzt wird – dann wird das ganze nämlich wirklich eine social media communication.
Nun wurde der eine Satz doch länger ;-) Denn worauf ich hinaus wollte war einfach die Tatsache, dass bei der PK – natürlich – wieder mit jeder Menge Buzzwords um sich geworfen wurde. Der Claim ist ja nun wohl irgendwie die “Generation Upload”. Bin nicht immer Fan von sowas und gerade als ich heute morgen beim durchstöbern der Tweets auf meinem G2 (ich nenn das jetzt einfach auch so) diese unsägliche Phrase aus meinem Gedächtnis löschen wollte kam es mir in den Sinn. Ich hab da eine viel coolere auf Lager ;-) Denn als ich mich in der Tram auf dem Weg zur Arbeit umschaute, saßen doch echt extrem viele Menschen mit geneigten Köpfen da und taten es mir gleich. News, Mails, Feeds….nochmal schnell alles checken bevor man auf die Arbeit geht. Die Smartphone Society :-)
Somit beginnt die Arbeit ja schon vor der Arbeit – fleißig! Da ich mich da ja nicht ausnehme frage ich mich (und euch) ob das
- notwendig ist
- gut ist
- beängstigend ist
- oder nur eine “Phase” ist.
Eigentlich find ichs ja auch gut in der Tram, U-Bahn oder sonstwo den Leuten mal in die Augen zu schauen und ggf. mit denen zu kommunizieren ;-) Wobei ich mir einrede, das ich das ja eh mache und nicht, wie die alte Dame meinte, “nur noch auf das neumodische Zeugs fixiert” bin und “nicht mehr weiß, wie man sich unterhält” (hat sie nicht zu mir gesagt, ich hab ihr ja meine Sitz überlassen ;-) ).
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Tags: buzzwords, Social Media
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Meiner Meinung nach 2. wobei ich noch nicht wirklich in dieser Phase bin, da ich erst in ein paar Wochen auf Smartphone und Datenflat umsteigen werde. Ich finde es auf jeden Fall spannend und zeitsparend, in der Ubahn Mails zu checken oder Ähnliches. Ob man nun ein Buch liest wie die meisten Menschen bei mir in der Ubahn oder auf seinem Smartphone RSS Feeds checkt oder Newsletter liest, macht für mich keinen Unterschied. Es geht ja darum, die Zeit sinnvoll zu nutzen sofern man das möchte. Auf dem Weg zur Arbeit ist auch meines Erachtens kaum jemand bereit für Unterhaltung oder um sich “in die Augen zu schauen” ;) Mobiles Internet wird momentan wohl noch etwas unterschätzt (wozu muss ich ständig Mails checken…?). Ich denke es ist wie bei vielem, wenn man es erstmal ausprobiert und seine Vorteile kennengelernt hat, wird man auch nicht mehr darauf verzichten wollen.
Zu den “gekauften Bloggern”: sehe ich auch so. Finds auch etwas schade. Aber naja…
Problem: In der Münchner U-Bahn gibt’s kein Netz… ;-(
@Sue: Da ist natürlich was dran. Nur ists halt fraglich ob es nicht vielleicht “glücklicher” macht ein schönes Buch zu lesen anstatt der Arbeitsemails oder den Financial Times Feed? Work-Life-Balance und so weiter (klar, bisschen überspitzt ;-) ). Ich fand einfach nur dass die Leute alle sehr genervt aussahen, die da mit ihren Smartphones rummachten. Aber vielleicht war das einfach der Donnerstagmorgen ;-)
@Georg: Tja…die Deutschen bekommens halt nich hin *g* Dafür hast du Fernsehen in den U-Bahnen ;-)
@Sasch: wir haben auch Fernsehen in der U-Bahn ;) Ich sage ja nicht, dass man das Smartphone unbedingt beruflich nutzen muss. RSS Feeds von befreundeten Bloggern, Facebook, iPhone Apps runterladen, da gibts schon genug was man mal schnell in der Bahn erledigen kann. Zu Hause spart man sich dann die Zeit für solchen “Kleinkram” dann.
Jaja I see where you’re coming from ;-) Und ich mach das ja auch oft so. Aber ich stell immer wieder fest, dass ich es doch irgendwie schade finde nicht mal Momente zu haben, in denen ich nicht so optimiert durchs (online) Leben gehe =)
Die Tatsache an und für sich – also dass all das geht – ist natürlich super :-)